Mittwoch, 31. Mai 2006

Schöpfer schöner Dinge

Ein Künstler ist Schöpfer schöner Dinge.

Die Kunst zu offenbaren und den Künstler zu verbergen ist die Aufgabe der Kunst.

Ein Kritiker ist, wer seinen EIndruck von schönen Dingen in eine neue Form oder in neuen Stoff übertragen kann.

Die höchste wie die niederste Form der Kritik ist ein Art von Selbstbiographie.

Wer einen häßlichen Sinn findet in schönen Dingen, ist verderbt, ohne anmutig zu sein. Das ist ein Fehler.

Wer einen schönen Sinn findet in schönen Dingen, hat Kultur. Er erweckt Hoffnungen.

Das sind die Auserwählten, denen schöne Dinge lediglich Schönheit bedeuten.

Etwas wie ein moralisches oder unmoralisches Buch gibt es nicht. Bücher sind gut geschrieben oder schlecht geschrieben. Nichts weiter!

Die Abneigung des neunzehnten Jahrhunderts gegen den Realismus ist die Wut Calibans, der sein eigenes Gesicht im Spiegel sieht.

Die Abneigung des neunzehnten Jahrhunderts gegen die Romantik ist die Wut Calibans, der sein eigenes Gesicht nicht im Spiegel sieht.

Das sittliche Leben des Menschen liefert dem Künstler einen Teil des Stoffgebietes, aber die Sittlichkeit der Kunst besteht im vollkommenen Gebrauch eines unvollkommenen Mittels.

Kein Künstler wünscht, etwas zu beweisen. Selbst Wahrheiten können bewiesen werden.

Kein Künstler hat ethische Neigungen. Eine ethische Neigung bei einem Künstler bedeutet eine unverzeihliche Manieriertheit des Stils.

Kein Künstler ist jemals dekadent. Der Künstler kann alles ausdrücken.

Gedanke und Sprache sind für den Künstler Werkzeuge einer Kunst.

Laster und Tugend sind für den Künstler Material einer Kunst.

Vom Standpunkt der Form ist die Urform aller Künste die Kunst des Musikers. Vom Standpunkt des Gefühls ist der Beruf des Schauspielers diese Urform.

Alle Kunst ist gleichzeitig Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche geht, tut es auf eigene Gefahr. Wer das Symbol erklärt, tut es auf eigene Gefahr.

In Wahrheit wird der Betrachter und nicht das Leben durch die Kunst widergespiegelt.

Meinungsunterschiede über ein Kunstwerk beweisen, daß es neu, vielfältig und bedeutungsvoll ist.

Sind die Kritiker uneinig, so ist der Künstler einig mit sich selbst.

Wir können einem Menschen verzeihen, daß er etwas Nützliches geschaffen hat, solange er es nicht bewundert. Die einzige Entschuldigung für den, der etwas Nutzloses geschaffen hat, besteht darin, daß es höchlich bewundert wird.

Alle Kunst ist völlig nutzlos.

Oscar Wilde
Worte zu Dorian Gray

(Original)
(Wikipedia)

Freitag, 26. Mai 2006

Paderborn

Ich bin in Paderborn, und es regnet, schon seit gestern. Ich fahr nie wieder nach Paderborn.

Mittwoch, 24. Mai 2006

Like a rolling stone knocking on heaven's door

Der Bob wird heute fünfundsechzig. Darüber ist schon so viel gesagt, daß ich gar nichts mehr tun muß.
Happy birthday, Bob!

Donnerstag, 18. Mai 2006

Nicht vergessen

Die Zeit heilt alle Wunder

Die Zeit heilt alle Wunder,
wenn du sie gut verschnürst.
Bind nur die Stelle gut ab,
bis du es gar nicht mehr spürst.
Du weißt, ein Feuer geht aus,
wenn du es länger nicht schürst,
und du weißt, daß du besser
an alte Wunder nicht rührst.

Und auch das größte Wunder geht vorbei,
und wenn es dich nicht losläßt, zähl bis drei,
und es geht vorbei, es geht vorbei,
es geht vorbei, es geht vorbei.

Du kommst auf die Welt, um ihr den Kopf zu verdrehen.
Du lachst über Hunde und deine eigenen Zehen.
Du bleibst, kaum kannst du laufen, alle zwei Meter stehen,
und fällst auf die Knie, um noch ein Wunder zu sehn.

Und am nächsten Wunder ziehen sie dich vorbei.
Der, der dich am Arm hält, zählt bis drei,
und es geht vorbei, es geht vorbei,
es geht vorbei, es geht vorbei.

Die Zeit heilt alle Wunder,
schon nach wenigen Jahren.
Die Zeit heilt alle Wunder,
schon nach wenigen Jahren.
Die Zeit heilt alle Wunder.
Schon nach wenigen Jahren
nur noch Narben, da, wo Wunder waren.

Wann wirst du endlich lernen, dir nicht den Kopf zu verdrehen?
Du fällst über Hunde und deine eigenen Zehen.
Du kannst kaum grade laufen, bleibst alle zwei Meter stehen
und fällst auf die Knie, damit die Wunder dich sehen.

Und das zehnte Wunder zieht an dir vorbei.
Du betest, daß es stehen bleibt zählst bis drei,
und es geht vorbei, es geht vorbei,
es geht vorbei, es geht vorbei.

Die Zeit heilt alle Wunder,
schon nach wenigen Jahren
Die Zeit heilt alle Wunder,
schon nach wenigen Jahren
Die Zeit heilt alle Wunder.
Schon nach wenigen Jahren
nur noch Narben, da, wo Wunder waren.

Die Zeit heilt, und alle wundern sich nach all den Jahren,
daß nichts bleibt, als ein paar Stunden, da wo Wunder waren.
Die Zeit heilt, und alle wundern sich nach all den Jahren,
daß nichts bleibt, als ein paar Stunden, und Narben, da wo Wunder waren.

Die Zeit heilt alle Wunder.

Wir sind Helden

Montag, 8. Mai 2006

Anbei…

Sitzen wir nicht alle in der gleichen Schachtel?