21:47 Frankfurt / 5:47 Tokyo
Julian, der seinen Angaben nach gute Erinnerungen an sein Jahr Japanischkurs hat, hat sich am Flughafen das praktische Übersetzungswerk für den unbedarften Japan-Touristen gekauft. Prall gefüllt mit allen möglichen Sätzen, die uns das Überleben abseits der gewohnten Zivilisation ermöglichen sollen. Wir haben jetzt Zugriff auf so essentielle Sätze wie "ka-no-jo-wa ten-kan-hos-sa o o-ko-shi-te i-mas" (Sie hat einen epileptischen Anfall), oder "wa-ta-shi wa nin-shin shi-te i-ru to o-moy-mas" (Ich denke, ich bin schwanger). Der Titel dieses Posts bedeutet übrigens "ich mach's nicht ohne Schutz", ein Satz, der uns mit Sicherheit von großem Nutzen sein wird…
Dienstag, 29. November 2005
hi-nin-gu na-shi de wa shi-ma-sen
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Unsinn
Sonntag, 27. November 2005
Robert Gernhardt: Siebenmal mein Körper
Mein Körper ist ein schutzlos Ding,
wie gut, daß er mich hat.
Ich hülle ihn in Tuch und Garn
und mach ihn täglich satt.
Mein Körper hat es gut bei mir,
ich geb' ihm Brot und Wein.
Er kriegt von beidem nie genug,
und nachher muß er spein.
Mein Körper hält sich nicht an mich,
er tut, was er nicht darf.
Ich wärme mich an Bild, Wort, Klang,
ihn machen Körper scharf.
Mein Körper macht nur, was er will,
macht Schmutz, Schweiß, Haar und Horn.
Ich wasche und beschneide ihn
von hinten und von vorn.
Mein Körper ist voll Unvernunft,
ist gierig, faul und geil.
Tagtäglich geht er mehr kaputt,
ich mach ihn wieder heil.
Mein Körper kennt nicht Maß noch Dank,
er tut mir manchmal weh.
Ich bring ihn trotzdem übern Berg
und fahr ihn an die See.
Mein Körper ist so unsozial.
Ich rede, er bleibt stumm.
Ich leb ein Leben lang für ihn.
Er bringt mich langsam um.
wie gut, daß er mich hat.
Ich hülle ihn in Tuch und Garn
und mach ihn täglich satt.
Mein Körper hat es gut bei mir,
ich geb' ihm Brot und Wein.
Er kriegt von beidem nie genug,
und nachher muß er spein.
Mein Körper hält sich nicht an mich,
er tut, was er nicht darf.
Ich wärme mich an Bild, Wort, Klang,
ihn machen Körper scharf.
Mein Körper macht nur, was er will,
macht Schmutz, Schweiß, Haar und Horn.
Ich wasche und beschneide ihn
von hinten und von vorn.
Mein Körper ist voll Unvernunft,
ist gierig, faul und geil.
Tagtäglich geht er mehr kaputt,
ich mach ihn wieder heil.
Mein Körper kennt nicht Maß noch Dank,
er tut mir manchmal weh.
Ich bring ihn trotzdem übern Berg
und fahr ihn an die See.
Mein Körper ist so unsozial.
Ich rede, er bleibt stumm.
Ich leb ein Leben lang für ihn.
Er bringt mich langsam um.
aus: Körper in Cafés. Gedichte. Zürich: Haffmans, 1987.
Mittwoch, 23. November 2005
Food made of several foodstuffs
Hihi, grade hat uns Bernhard jedem einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem in japanischen Schriftzeichen geschrieben steht:
Unsere japanischen Gastgeber schicken auch gerade die Reiseinformationen. Besonders schön finde ich die Bemerkungen über die Anreise ("Tokyo station is a very complicated place"), Essen ("the standard one is Japanese food made of several foodstuffs"), und die traditionellen japanischen Gemeinschaftsbäder. Davon hörte ich bereits... z.B., daß man sein Gesicht verliert, wenn man mit den falschen Schuhen den falschen Raum betritt, oder wenn man sein Handtüchlein ins Wasser fallen läßt. Bernhard hat erzählt, daß er letztes Mal mindestens sechs Gesichter verloren hat…
"Please excuse me. I am looking for the platform from which the train to Ito will depart."Jedenfalls behauptet er, daß die Schriftzeichen das bedeuten…
Unsere japanischen Gastgeber schicken auch gerade die Reiseinformationen. Besonders schön finde ich die Bemerkungen über die Anreise ("Tokyo station is a very complicated place"), Essen ("the standard one is Japanese food made of several foodstuffs"), und die traditionellen japanischen Gemeinschaftsbäder. Davon hörte ich bereits... z.B., daß man sein Gesicht verliert, wenn man mit den falschen Schuhen den falschen Raum betritt, oder wenn man sein Handtüchlein ins Wasser fallen läßt. Bernhard hat erzählt, daß er letztes Mal mindestens sechs Gesichter verloren hat…
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Unsinn
Kunst oder Karte?
Nächste Woche fahr ich nach Japan. Damit das Umsteigen sich reibungslos gestaltet hat mir Bernhard schonmal diese superübersichtliche Karte der Tokyoter Bahnstation geschickt. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Ich bin so froh!
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Unsinn
Dienstag, 22. November 2005
Gemailtes Glück
Ich habe heute Post von einem glücklichen Menschen bekommen. Das macht mich glücklich :o).
Wetter: Sonne
Heute hat hier die Sonne geschienen. Ich mal's Euch grade kurz auf, damit Ihr es Euch besser vorstellen könnt.
Zeh vierundsechzig
Die Schneeseekleerehfee hatte, wie alle Feen ihrer Gegend, sechundsechzig Zehen. Fünfunfsechzig zum Gehen, und einen zum Drehen. Bianca aber, die hatte einen Zeh vierundsechzig.
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Unsinn
Konzert mit Steve Baker
Ein Nachtrag vom Samstag. Konzert mit Steve Baker im Blues and Beyond in Frankfurt. Das Bild stammt von einem Auftritt mit Chris Jones.
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Musik
Montag, 21. November 2005
Ist bloggen ansteckend?
Ich mach das alles nur für Bianca. Nur weil ich auf ihrem Blog einen Kommentar abgeben wollte hab ich jetzt selbst eins. Hoffentlich werd ich das bald wieder los...
Willkommen am Schneesee
Es war einmal ein See, der war immer voll Schnee. Daher nannten ihn alle Leute nur Schneesee.
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