Dienstag, 4. April 2006

Gut aufgestellt: Bullshitting für den Hausgebrauch

Meine Lieblings-Radiosendung "Der Tag" (Links siehe rechts) befaßte sich kürzlich mit dem Phänomen des Bullshittings. Das produzieren von Bullshit, im Deutschen am treffendsten mit Humbug oder Dampfplauderei übersetzt, gehört inzwischen zu einer der Schlüsselqualifikationen der deutschen Leitkultur. Ich zitiere hier illegalerweise einige Ausschnitte aus dieser wahrhaft grandiosen Sendung.
Dem geneigten Hörer mag der Do-It-Yourself-Kurs für den Hausgebrauch erste eigene Schritte in Richtung autonomen Bullshittings ermöglichen. Einige Beispiele aus der aktuellen Poitik können durchaus motivierend wirken. Höchstleistungen wie die vom Stoiber-Edmund müssen für den Laien jedoch dauerhaft jenseits des Erreichbaren liegen. Authentischer Zugang zur Materie eben.
Dem schließe ich ein Zitat der "Tag"-Redaktion an, der hiermit meine ausdrückliche Anerkennung gilt: "Es reicht nicht aus, keine Gedanken zu haben. Man muß auch noch den Mut besitzen, sie nicht zu äußern."

Kommentare:

  1. Klingt nützlich, muß ich mal reinhören.

    AntwortenLöschen
  2. Schon schon, wir sagen aber nicht: "Klingt nützlich, muß ich mal reinhören", sondern: "Die bewußt lösungsorientierte Ausrichtung der Inhalte rechtfertigt die verstärkte Bereitstellung auditiver Ressourcen."

    AntwortenLöschen
  3. Oder aber: "Die vorgetragenen Inhalte lassen in unserem Interessebereich eine ausgedehnte Compliance erkennen, deren bedarfsgerechte Verwertung wir durch ein verstärktes auditives Engagement sicherstellen werden."

    AntwortenLöschen
  4. Mein Statement reproduziert sich gerade in der Autopoiese dieser Worthülse und freut sich, dass ich jetzt W-LAN hab und mir dadurch eine Teilhabe an diesem auditiven Unfug ermöglicht wird.

    AntwortenLöschen
  5. Gehzehwehlan oder Drehzehwehlan?

    AntwortenLöschen