Posts mit dem Label Bildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bildung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 27. April 2015

Als er das Abitur korrigierte

Komm, letzter Punkt,
langersehnter,
Geschenk du der Götter, die
den Lehrer beschenken mit
herrlichen alten Weinen
wie dem von Castiglioncelli
und mit
herrlichen letzten Worten
wie
"Komm, letzter Punkt."

nach dem großen R. Gernhard

Mittwoch, 27. März 2013

Emotionen heute

Diese Einladung zur WG-Fete meines alten Kollegen und Tischnachbarn Timm pinnt noch heute an meiner Pinnwand. An das Diskussionsergebnis, insbesondere über das so wichtige Kinnthema Warme Liebe, fehlt mir aber leider jede Erinnerung.

Sonntag, 27. Januar 2013

Ptoleplag

Von der Wikipediaseite über Claudius Ptolemäus (Stichwort Erdeumsonneodersonneumerde, etc):
Bradley E. Schaefer kam 2002 zu dem Schluss, eine beträchtliche Anzahl der von Ptolemäus genannten Beobachtungsdaten habe dieser (bzw. seine Assistenten) selbst gewonnen. Er habe jedoch dann, wenn fremde, ältere Daten besser zu seinem Modell passten als seine eigenen, diese ohne ausdrückliche Quellenangabe übernommen. Diese Vorgehensweise war zu einer Zeit, in der man an wissenschaftliche Arbeiten noch nicht die heute üblichen Maßstäbe anlegte, durchaus üblich.
Argumentiert nicht unser aller Forschungsministerin Frau Schavan ebenso?

Montag, 30. Juli 2012

Der Lehrer als Facebook-Buddy

Für die, die es noch nicht wussten: Man kann mich übrigens nicht auf Facebook liken (üägh). Nicht deswegen, weil ich Euch nicht mögen würde, sondern weil ich da nicht vertreten bin. Um mich mit den Worten eines Berliner Bürgermeisters zu outen:

"Ich bin nicht bei Facebook, und das ist gut so.

Hier ist dennoch ein interessanter Beitrag zum Thema:

(Deutschlandfunk, Direkter Link zur Audiodatei.)

Mittwoch, 17. November 2010

Was ist denn los?

Was ist denn los? Ja, das fragt man sich, wenn man diese Beispielseite für das Produkt "Google Sites" sieht. Ob da wohl mal jemand ins Deutschunterricht muss?

Sonntag, 1. August 2010

Even a rock can do math.

Math is easy. Hell, even a rock can do math. Throw the rock into the air, and it solves a differential equation before it lands. A capacitor can perform integration, and a water tank solves PDEs. If inanimate matter can do calculus, how hard can it be?

Gefunden auf forums.xkcd.com

Freitag, 25. September 2009

Blüten aus sieben mal sieben Träumen

Ganz besonders prächtige Blüten treibt die Bürokratie. Ich befinde mich ja seit geraumer Zeit wieder in der Ausbildung, diesmal werde ich Lehrer. Das heißt, ich werde natürlich nur dann Lehrer, wenn ich auch die formell geregelten Voraussetzungen dazu erfülle. Und das bezieht sich in diesem Fall nicht auf mich persönlich, sondern auf allerlei Papier: Scheine, Zeugnisse und Bewertungen. Bürokratisch gesehen also genau das, was einen Menschen ausmacht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir mussten feststellen, dass uns die Dezimalnote Ihres Diplomzeugnisses fehlt. Bitte schicken Sie uns, eine Ausfertigung des Diplomzeugnisses mit Dezimalnote zu. Die Angabe der Dezimalnote ist für die spätere Berechnung der Leistungszahl notwendig.

Wir bitten um Vorlage des Diplomzeugnisses/Bescheinigung mit Dezimalnote bis zum 06.10.2009.

Mit freundlichen Grüßen
[…]

Liebe(r) […],

die Ihnen vorliegende Ausfertigung meines Diplomzeugnisses ist die einzige existierende.

Die Diplomprüfungsordnung […] sieht für die Gesamtwertung nur die textuelle Formulierung der Gesamtnote vor. Folgende Gesamtnoten sind möglich […]: "sehr gut", "gut", "befriedigend", "ausreichend". Ein Zahlenwert wird für die Gesamtnote nicht vergeben.

Zur Ermittlung der Gesamtnote wird jedoch der Durchschnitt der Zahlenwerte der einzelnen Teilnoten gebildet, die auf dem Diplomzeugnis aufgeführt sind. Hier können laut §22 bzw. §12(1) sowohl textuelle Formen als auch Zahlenwerte verwendet werden. In meinem Fall wurde für alle Teilbewertungen die Note "sehr gut" vergeben. Der Note "sehr gut" ist in §12(1) Diplomprüfungsordnung der Notenwert 1 zugeordnet. Als Durchschnitt aller Teilnoten und damit als Ausgangsbasis für die Erteilung der textuellen Endnote ergibt sich daher der Zahlenwert

(1 + 1 + 1 + 2x1) / 5 = 1.

Insoweit Sie für Ihre Belange einen Zahlenwert benötigen, ist daher vermutlich vom Wert 1 = 1,0 auszugehen, doch die Endnote wurde wie gesagt nur in textueller Form erteilt.

Bitte entnehmen Sie alle maßgeblichen Informationen der Diplomprüfungsordnung […].

In der Hoffnung Ihnen weitergeholfen zu haben,
mit freundlichen Grüßen,
Rüdiger Kupper

Mittwoch, 28. November 2007

Be more or less specific

Ein schneller Querverweis zu einigen elementaren Schreibregeln von Matthew Helmke: Rules for clear writing.

Montag, 14. Mai 2007

Wer den Pfennig, oder so.

verizonmath.blogspot.com

Hört Euch einfach das Video an (nur Audio). Das ist so unbeschreiblich unglaublich.

Freitag, 23. März 2007

Kritik an einer Kritik der Zukunft

Der folgende Kommentar bezieht sich auf meine Empfehlung der ZDF-Reportage 2057 - Unser Leben in der Zukunft. Ich habe den Fehler begangen, einigen Freunden diese Sendung zu empfehlen, ohne sie zuvor selbst angesehen zu haben, in der irrigen Annahme, das öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehen würde seinem Bildungsauftrag ordentlich gerecht.

Meingott, ich habe gerade die ersten beiden Teile dieser Reportage im Internet angeschaut, und ich bin schockiert. Dies ist nicht gerade ein Beispiel für gute Wissenschaftsreportage. Ich entschuldige mich hiermit für den Hinweis auf diese unsägliche "Edutainment"-Sendung und rufe hiermit jeden von Euch dazu auf, Euren Fernseher in den Keller zu stellen und abzumelden (was ich selbst im übrigen vor Jahren schon getan habe, nicht ohne Grund, wie ich jetzt sehe).

Was man in dieser "Dokumentationsreihe" zu sehen bekommt ist keine Reportage, nicht einmal im Licht einer hypothetischen Projektion in die Zukunft. Etwa die Hälfte dieser Sendung besteht aus einer fiktiven Handlung, die inszinatorisch und schauspielerisch aus einer Science-Fiction-Serie des vergangenen Jahrhunderts entnommen scheint, so etwas wie "Raumschiff Enterprise" oder schlimmer noch, einem der furchtbaren Rip-Offs dieser immerhin noch stilbildenden Serie. Die dort dargestellte Handlung gehört zum hanebüchensten an Zukunftsprojektion, was ich seit langem gesehen habe: eine direkte und erstaunlich einfühlungslose Extrapolation der heutigen Verhältnisse fünfzig Jahre in die Zukunft (etwa was das Gesundheitssystem oder die Medien betrifft). Daß in fünfzig Jahren Verhältnisse herrschen, die eine phantasielose Fortschreibung dessen sind, was wir heute beobachten, das kann wirklich nur ein paar stockkonservativen Fernsehautoren einfallen. Hätten sie Ihren Auftrag ernstgenommen, über zukünftige Forschung zu informieren, so hätten sie den interviewten Forschern erlaubt, ihre eigenen Ansichten der Zukunft zu beschreiben. Doch anscheinend muß die fernsehkompatible Zukunft dem primitiven Soap-Opera-Schema einer Raumschiff-Enterprise-Folge genügen, um sendefähig zu sein. Ich hoffe doch sehr, daß dieser Umstand mehr über das verdrehte Urteilsvermögen der Autoren aussagt als über ihr Publikum.
Die neben der überflüssigen Rahmenhandlung zusätzlich noch auftretende Moderation heischt bemüht um Zuschaueraufmerksamkeit, indem der Buchautor Frank Schätzing (in einer aufdringlichen Einblendung hartnäckig als "Wissenschaftsautor" betitelt) als Fernsehmoderator auftritt, um dem ganzen eine Art pseudowissenschaftlicher Autorisation zu verleihen. Wer ist dieser Mensch? Ich zitiere kurz aus der entsprechenden Wikipedia-Seite: "Frank Schätzing studierte Kommunikation und war lange in der Werbebranche als Creative Director tätig. Unter anderem war er Geschäftsführer der von ihm mitbegründeten Kölner Werbeagentur Intevi." Ist dieser Mann qualifiziert, durch eine Sendung zu führen, die den Anspruch hat, die Zukunft der Forschng für die nächsten fünfzig Jahre darzustellen? Wohl kaum. Frank Schätzing ist ein erfolgreicher Autor der Belletristik, und sein literarisches Werk gehört in den Bereich der Wissenschaftsfiktion. Daß zwischen Fiktion und Wissenschaft ein Unterschied besteht sollte jedem halbwegs intelligenten Menschen klar sein, der Schätzings Bestseller "Der Schwarm" gelesen hat. Dieses Buch hat praktisch nichts mit Wissenschaft zu tun, aber dafür viel mit Fiktion, und ausgesprochen viel mit Marketing. Schätzing ist ein Schriftsteller, der seine Texte sehr gekonnt dem Geschmack und den Leseerwartungen seines Publikums anpaßt und dessen Bücher dementsprechend reißenden Absatz finden, doch mit Wissenschaft hat das wenig zu tun. Nicht einmal in Themen der Wissenschaftsethik oder Wissenschaftskritik, die immer Teil der Auseinandersetzung mit der Zukunft sein müssen, (die hier aber leider gänzlich fehlen), läßt seine Arbeit besondere Kompetenz vermuten (ganz im Gegensatz zur der solcher Vorgänger in seinem Genre wie Isaac Asimov oder Philip K. Dick, in dessen Nachfolge er sich vermutlich gerne sehen würde).

Das beste, was man über diese Fernsehreportage sagen kann ist, daß die Zwischenspiele realer Reportagen aus der Gegenwart, die scheinbar mehr als geduldetes notwendiges Füllmaterial für die phantasielose fiktive Rahmenhandlung dienen, wenigstens Bestandteile realer Wissenschaft vermitteln. Die Reportage über Asimo spiegelt immerhin in Ansätzen die realen Forschungsgegenstände wider, auch wenn man sich wahrhaft wünschte, die Fernsehmacher hätten den Großteil der Sendung dazu genutzt, die Zuschauer über das zu informieren, was tatsächlich Gegenstand der Forschung in den kommenden fünfzig Jahren sein wird, anstatt sie mit einer Soap-Opera vollzustopfen, die den übermäßigen Konsum absurder Vorabendserien wie "Emergency Room" und "X-Factor" erkennen läßt.

Mit dieser Produktion hat sich das öffentliche rechtliche Fernsehen (das immerhin einen Bildungsauftrag zu erfüllen hat) einmal mehr selbst ins Aus gespielt. Die Verquickung von Information und Fiktion in einer nicht mehr nachvollziehbaren Weise ist für jeden seriösen Redakteur unverzeihlich. Die Ausstrahlung dieser Sendung läßt den Schluß zu, daß es sich beim Zweiten Deutschen Fernsehen um keinen seriösen Sender (mehr) handelt.

Also kurz zusammengefaßt: Schaut Euch die Reportage ruhig an. In den Teilen, in denen die furchtbare Rahmenhandlung läuft, geht reinen Gewissens pinkeln oder Bier aus dem Keller holen, oder wenn Ihr nichts besseres zu tun wißt, schaltet den Ton ab und nutzt die Ruhe für ein kleines Nickerchen. Schaut Euch die wenigen realen Reportagen an, aber erwartet nicht, dabei allzuviel zu erfahren, denn das Fernsehen von heute scheint die Befürchtung zu haben, daß Zuschauer durch zuviel Information an einem Stück bleibende Schäden davontragen.

(Link)

Donnerstag, 22. März 2007

Roboter mit Menschenkenntnis

Und da sage noch einmal jemand, Maschinen sein dumm. Hondas kleiner Roboter Asimo, angewiesen, sich auf die grüne Flasche zuzubewegen, tut wie geheißen und macht sich auf den Weg -- in Richtung der nervigen hageren Filmtussi im grünen T-Shirt.

Zu sehen am Wochenende im Fernsehen, vermutlich aber ohne die betreffende Szene.

(Link)

Montag, 3. April 2006

Schule muß seine Türen öffnen!

Auf dem Weg zu Arbeit habe ich ein Radiointerview mit dem Leiter des Instituts für empirische pädagogische Forschung in Koblenz-Landau gehört. Zitat:
"Schule muß seine Türen öffnen, […] wenn wir vermeiden wollen, daß wir in Zukunft nicht noch mehr Strafe zahlen."
Ja! möchte man ihm entgegenrufen, und immer wieder ja, ja! Der Schule muß ganz dringend seine Türen öffnen, damit in Zukunft bloß nicht niemals mehr wieder keine solchen schlimmen Fehler nicht vermieden werden können! Keinesfalls! Ja!