Donnerstag, 29. Dezember 2005

Champagnercocktail

Ein klassischer Drink, der Champagnercocktail. Ein Stück Würfelzucker getränkt mit einem Dash Angostura, aufgelöst in 1 cl Cognac und aufgefüllt mit 12 cl gut gekühltem Champagner oder Sekt. Eine Cocktialkirsche und möglicherweise eine Orangenscheibe.
Das ganze gibt einen dekorativ goldenen, dezent aber edel schmeckenden Drink. Vielleicht noch nützlich für Euren Silvesterabend…

Samstag, 24. Dezember 2005

Schöne Bescherung

Ich wünsche Euch allen eine schöne Bescherung (gehabt zu haben und/oder zu haben oder gewesen zu sein).

Donnerstag, 22. Dezember 2005

Aufwärts

Kommt, gebt's zu. Ihr habt's gemerkt, oder? Naklar. Seit heute werden die Tage wieder länger! Und wenn Ihr ganz genau wissen wollt, wieviel länger, dann schaut Ihr hier nach. Oder Ihr werft morgen früh einfach einen Blick auf Eure Vogeluhr. Und falls die Sonne mal nicht zu sehen ist, hier gibt's schöne Bilder.

Sonntag, 18. Dezember 2005

Mit Tom im Bett

Nachtrag vom vorletzten Donnerstag. Tom Liwa spielt im Bett in Sachsenhausen. Ich glaube, das wird meine neue Lieblingslocation. Im ganzen nicht viel größer als mein Wohnzimmer, hinten eine Bar, vorne eine kleine Bühne mit einer Tanzfläche davor, die jetzt mit Tischen und Stühlen bestellt ist. Draußen an der Tür kein Schild, nur ein provisorisch angehefteter Zettel: "Das Bett". Drinnen Kerzen auf jedem Tisch, Bilder an der Wand, ruhige Harfenmusik. Man fühlt sich in eine Traumwelt versetzt. Ich beginne sofort, mich zu entspannen. Auf der kleinen Bühne vorne zwei Gitarren, ein weißer Küchenstuhl, ein Mikro, ein Monitor. Ich lasse die Atmosphäre auf mich wirken. Nichts ist überladen, nichts ist zu laut oder zu hell, alles ist, ja, angemessen. Ein Ort zum erden, zum entspannen und sich sammeln. Man kommt rein und denkt: es war gut, hierherzukommen. Ein Erholungsort für geschundene Seelen. Auch meine war am Donnerstag nicht wenig strapaziert, und ich merke, wie sie es sich auf dem Stuhl neben mir bequem macht, sich neugierig umsieht und beginnt, sich mit mir zusammen auf Toms Auftritt zu freuen.
Die zwei Gitarren: Eine Takamine, und dann die Handfertigung dieses kleinen Gitarrenbauers, als Ersatz für Toms geliebte alte rote, die ihm damals geklaut worden war (wenn stimmt, was er uns im Trauma in Marburg erzählt hat).
Inzwischen füllen sich die Tische. Alle scheinen entspannt und unterhalten sich still. Wer weiß, woher Tom dieses entspannte Publikum bezieht, das seinen Auftritten den angemessen feierlich-alltäglichen Rahmen gibt, ohne den sie nur die Hälfte wert wären? Auch das seltsame Mädchen ist da, es sitzt ganz vorne links und liest die Rundschau. Tom wird sie im Laufe des Abends immer wieder ansehen, und sie wird immer wieder nicht darauf reagieren.
Rechts neben mir ein Beckstrinker. Jede Menge interessante Leute! Sympathische Leute, selbst der in der dritten Reihe, der so böse nach hinten schaut. Die Plätze sind jetzt alle besetzt, ausverkauft.
Eine gute halbe Stunde nach der angekündigten Zeit erscheint Herr Liwa wie immer unauffällig durch den normalen (und einzigen) Eingang. Er wechselt ein paar Worte mit dem Barkeeper, der auch gleichzeitig der Mixer ist, und geht dann nach vorne durch auf die Bühne. Tom trägt den klassischen Seemannsbart, ein ungewohnter Anblick. Und er spielt im Stehen, auch ungewohnt. Die ersten Töne der Takamine klingen wie eine Erinnerung an zuhause: Das ist die Gitarre, die auf "Voeding" zu hören ist. "Geh dahin, wo der Zweifel Dich hinführt, und dann vergiß den Zweifel", singt Tom, und: "Wenn ich sterb, dann leg ein Laken über mein Bett, und schreib auf meinen Grabstein: ich wollte nie Dein Boß sein."

"Ein Bild – tausendmal beschrieben, wie Engel, die durch Dich durch fliegen."

Seinen letzten Zeilen von "Stadion" fügt er heute noch zwei hinzu, sie lauten jetzt: "Von all den Idioten / bin ich ohne Zweifel der größte / gigantisch und müde / für immer Dein. / Jetzt darfst Du / jetzt darfst Du / jetzt darfst Du / mich anfassen. — Außer, Du willst nicht, denn wenn Du nicht willst, dann darfst Du auch nicht."
Wie gut, daß es Tom gibt.

Setlist:
Zugaben:

Freitag, 16. Dezember 2005

Die meisten Humanoiden sind Japaner

Meine Kollegen waren auf der HUMANOIDS-Konferenz in Japan. Hier gibt es nette Videos vom Emotion Expression Humanoid Robot WE-4RII. An dem Projekt wird erforscht, wie ein humanoider Roboter mit Menschen kommunizieren kann, indem er menschenähnliche Emotionen ausdrückt. Auch immer wieder sehenswert in dieser Beziehung sind Kismet vom MIT (besonders die Ohren!) und Repliee Q1 (auch hier, hier, hier, hier, hier). Die Website der Entwickler und ihre Videos scheinen alle entfernt worden zu sein (aha), aber hier gibt es einen CBS-Bericht und hier eins von ihrer Schwester Repliee Q2.
Wie man sieht, sind die meisten Humanoiden Japaner. Oder umgekehrt?

Mittwoch, 14. Dezember 2005

Urlaubsreif

Ich bin urlaubsreif. Vorhin habe ich im Büro mein Notebook eingepackt. Runtergefahren, brav die Synchronisation abgewartet, abgekabelt, Notebook in die Tasche. Unter den Tisch krabbeln, Netzteil rausziehen, Kopf nicht anstoßen. Vorsichtig das Kabel rumtüddeln, wie jeden Abend, und weg damit.
Drei Minuten später komme ich aus der Küche zurück, und frag mich, wo zum Teufel das Netzteil ist. In der Tasche, wo es sein sollte, jedenfalls nicht. Fragezeichen in meinen Augen. Gucken. Nochmal nachsehen. Wundern. Überlegen. Ganz langsam rekonstruiert mein Kopf die Situation. "Weg damit, weg damit", sagt eine Stimme. Ich spiele die Situation durch, und finde das Netzteil im Mülleimer wieder. Ich bin urlaubsreif.

Entschuldigung… ist das denn auch statusrelevant?

Wow, meine Miles-&-More-Abrechnung sagt mir gerade, daß ich nur noch 13 Ersteklasse-, 19 Businessclass-, oder 38 statusrelevante Economyclass-Flüge im Jahr 2005 benötige, um ein "Frequent Traveller" zu sein. Wo flieg ich denn jetzt bis Ende des Jahres noch 38-mal hin?
Ich glaube, "statusrelevant" ist mein neues Lieblingswort.

Schlüsselerlebnis

Gut, wenn man sich angewöhnt, den Wohnungsschlüssel zu checken, bevor man die Tür zuzieht. Mach ich immer. Hab ich heute auch gemacht, nur in der falschen Reihenfolge. Jacke an, Rucksack auf, Sachen einstecken, raus, Tür zu, nachsehen. Und in der Hand den Schlüssel zur Wohnung meiner Eltern. Autsch.

Dienstag, 13. Dezember 2005

Über allen Wipfeln hängst Du

Mein Freund Andreas besieht sich die Baumwipfel. Ist doch hübsch! Da kann man nicht nörgeln. Also echt jetzt!

Montag, 12. Dezember 2005

"Das bist Du."

Mein Arbeitsplatz im totalen Durchblicksstrudel.

Der Totale Durchblicksstrudel stellt sein Bild vom gesamten Universum nach dem Prinzip der Analyse extrapolierter Materie her.

Um das zu erklären: Da auf jedes Meterieteilchen im Universum in irgendeiner Weise alle anderen Materieteilchen einwirken, ist es theoretisch möglich, die Gesamtheit der Schöpfung - jede Sonne, jeden Planeten, ihre Umlaufbahnen, ihre Zusammensetzung und ihre Wirtschafts- und Sozialgeschichte aus, sagen wir mal zum Beispiel, einem kleinen Stück Punschtorte zu extrapolieren.

Der Mann, der den Totalen Durchblicksstrudel erfand, tat das im Grunde nur, um seine Frau zu ärgern.

Trin Tragula - so war sein Name - war ein Träumer, ein Denker, ein grüblerischer Philosoph, oder wie seine Frau es ausgedrückt haben würde, ein Idiot.

Und sie nörgelte unausgesetzt mit ihm herum, wie wahnsinnig viel Zeit er damit zubrächte, in den Weltraum zu starren oder sich über den Mechanismus der Sicherheitsnadel den Kopf zu zerbrechen oder Spektralanalysen von Punschtorten herzustellen.

"Hab doch ein bißchen Sinn für Verhältnismäßigkeiten!" sagte sie immer wieder, manchmal nicht weniger als achtunddreißigmal an einem einzigen Tag.

Und so baute er den Totalen Durchblicksstrudel - um es ihr einfach zu zeigen.

Und in das eine Ende stopfte er die gesamte Realität, wie er sie aus einem Stück Punschtorte extrapoliert hatte, und in das andere Ende stopfte er seine Frau: so daß sie, als er den Strudel anknipste, in einem einzigen kurzen Augenblick die ganze Unendlichkeit der Schöpfung sah und sich selbst im Verhältnis dazu.

Zu Trin Tragulas Entsetzen vernichtete der Schreck ihr Gehirn bis auf den letzten Rest; aber zu seiner Befriedigung stellte er fest, daß er eines überzeugend nachgewiesen hatte: wenn in einem Universum von dieser Größe das Leben überhaupt Bestand haben wolle, dann könne es sich vor allen Dingen nicht leisten, Sinn für Verhältnismäßigkeiten zu haben.

Douglas N. Adams - Das Restaurant am Ende des Universums

Rot, rot, rot sind alle meine Farben…

Brainfood für's Kind. Und nächstes Jahr bekommt der Kleine dann den gleichen in grün. www.babybushtoys.com.

Thema Nase -- pro und contra

Ein Beitrag zum Forschungsgebiet "multisensorische Wahrnehmung".

Mittwoch, 7. Dezember 2005

Neulich bei Papstens zuhause

Vielleicht kann Michael noch ein Profilbild für sein Blog gebrauchen.

Dienstag, 6. Dezember 2005

Hanns Dieter Hüsch ist tot

Hanns Dieter Hüsch starb in der Nacht zum heutigen Dienstag im Alter von 80 Jahren.

Link / Tagesschau.de / Faz.net / Sueddeutsche.de / Spiegel.de

Na Klara.

Mein Lieblings-​Ex-​WG-​Mitbewohner und ehemaliger WG-Papa Michael ist Vater geworden!! (Gestern morgen um 48 Uhr, 7.24 Gramm, und 2980 cm!!) Schalalah :o)…

Es ist so einfach, Dich zu lieben,
ich brauch mir keine Mühe geben.
Das ist, weil ich es bin
und Du es bist.

Der Morgen, als die Sonne aufging,
und Du bei mir warst,
das war der erste Morgen
in meinem neuen Leben.

Ich seh Dir zu,
wie Du schläfst,
und soviel schneller träumst als ich,
hinter geschlossenen Lidern.
Wolken zieh'n vorbei,
wieder und wieder.

Draußen vor dem Fenster
liegt die Welt der Lichter
und sagt: herzlich willkommen −
ohne Dich wär'n wir nicht hier.

Es ist so einfach, Dich zu lieben.
Das ist, weil ich es bin
und Du es bist.

(Schalalah)
Tom Liwa: Mati

Montag, 5. Dezember 2005

We all shine on!

Am Donnerstag ist John Lennons fünfundzwanzigster Todestag.
Am 8. Dezember 1980 um 22 Uhr 50 Ortszeit kamen John und Yoko von Aufnahmen im Record-Plant-Studio zurück. Vor dem Dakota Building, dem Domizil der Lennons, standen wie so oft einige Fans und warteten auf den Ex-Beatle, um vielleicht ein Autogramm zu ergattern. Der 25-jährige Mark David Chapman harrte schon seit Stunden aus. Schon am Nachmittag, als John das Haus verließ, stand er hier. Wortlos hatte er dem Star die Plattenhülle von "Double Fantasy" hingehalten. Mit routinierter Gelassenheit hatte John seinen Namenszug auf die Hülle geschrieben und war weitergegangen. Jetzt, fünf Stunden später, rief der Fan: "Mister Lennon!" und ging auf John zu, der gerade aus dem Wagen ausgestiegen und auf dem Weg zum Hauseingang war. John blickte über die Schulter zurück und sah in die Mündung eines 38er Revolvers. Chapman feuerte fünfmal. Die Kugeln trafen John in den Rücken. Bereits die erste Kugel war tödlich.

Volker Rebell in seiner gestrigen Sendung
Solltet Ihr eines Tages Zweifel haben, weil Euch Euer eigenes kleines Licht gerade mal wieder etwas matt vorkommt, dann denkt daran, daß Ihr und ich und wir alle funkeln und scheinen wie der Mond, die Sterne und die Sonne zusammen. Jeder und jede einzelne von Euch.
Instant Karma's gonna get you,
Gonna knock you right on the head,
You better get yourself together,
Pretty soon you're gonna be dead.
What in the world you thinking of,
Laughing in the face of love,
What on earth you tryin' to do,
It's up to you, yeah you.

Instant Karma's gonna get you,
Gonna look you right in the face,
Better get yourself together darlin',
Join the human race.
How in the world you gonna see,
Laughin' at fools like me,
Who on earth d'you think you are,
A super star,
Well, right you are.

Well we all shine on,
Like the moon and the stars and the sun.
Well we all shine on,
Ev'ryone come on.

Instant Karma's gonna get you,
Gonna knock you off your feet,
Better recognize your brothers,
Ev'ryone you meet.
Why in the world are we here,
Surely not to live in pain and fear,
Why on earth are you there,
When you're ev'rywhere,
Come and get your share.

Well we all shine on,
Like the moon and the stars and the sun,
Yeah we all shine on,
Come on and on and on on on,
Yeah yeah, alright, uh huh, ah-.

Well we all shine on,
Like the moon and the stars and the sun.
Yeah we all shine on,
On and on and on on and on.

Well we all shine on,
Like the moon and the stars and the sun.
Well we all shine on,
Like the moon and the stars and the sun.
Well we all shine on,
Like the moon and the stars and the sun.
Yeah we all shine on,
Like the moon and the stars and the sun.

Another little piece of my heart


Samstag abend, Mannheim. Im Capitol gibt Marion la Marché ihr Ein-Mann-Stück über das Leben Janis Joplins. Man mag vielleicht bezweifeln, daß es jemanden gibt, der Janis' Stimme live und authentisch reproduzieren kann. Marion ist sicher so nah dran, wie man nur sein kann. -- Nah genug, um die Grenze zwischen ihr und ihrer Protagonistin verschwimmen zu lassen.

Mehr zur Show gibt es hier.

Freitag, 2. Dezember 2005

Zugvogel nach Norden

9:17 Tokyo / 1:17 Frankfurt
Japanische Züge sehen aus wie Enten, die bis zu 300 km/h schnell fliegen.

Mehr über den Shinkansen.